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"Der Turbo-Kapitalismus definiert den Lebenssinn als Produktivität und Aktivität."

Jeden Morgen in den S-Bahnen zu beobachten: Coffee to go-Becher in der einen Hand, das Smartphone in der anderen Hand, die Ohren zugestöpselt mit irgendeinem Soundteppich. Nichts drückt die zwanghafte Hyperaktivität der Menschen besser aus als dieses Bild. Hier findet die in Mikrosekunden getaktete, rund um die Uhr ablaufende globale Profitmaximierung ihre Entsprechung im Alltag der Menschen. In diesem Horrorkarussell sollen die Menschen immer schneller und effektiver ihre Arbeit erledigen. Viele Erwerbstätige leisten umsonst Überstunden und unterwerfen sich oft freiwillig einer "permanenten Präsenz". Diese hysterische Kultur des unausgesetzten Tuns ist schon längst aus der Arbeitswelt in die Universitäten und Schulen bis in die Elternhäuser geschwappt und verhackstückt das Leben mit einer gnadenlosen Zeitdiktatur.

Das traurige Gegenstück dazu ist eine dauernde Überanstrengung des Menschen, der Verlust von Konzentration und zweckfreier Muße. Ruhephasen und "lange Weile" werden kaum noch ertragen. Solches Verhalten wird von vielen gleich gesetzt mit Passivität, und das bedeutet Stillstand. Nur wer permanent aktiv ist, bringt Leistung und nur "Leistung lohnt sich". Man fühlt sich zunehmend umgeben von einem Volk von Produktionsmaschinen, die auf Selbstzerstörung programmiert sind. Wir fordern ein Recht auf Faulheit, die Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und ein früheres Renteneintrittsalter ohne Abschlag!