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Arbeitselend - die neuen Turbo-Sklaven

Die Geschichte der lohnabhängigen Industriearbeit ist im Grunde dadurch geprägt, sie permanent effizienter zu machen und bis heute in gigantischem Ausmaß durch neue Technologien ganz weg zu rationalisieren. Es gibt einen unlösbaren Zusammenhang zwischen arbeits- und zeitsparenden Technologien, Effizienzsteigerung und steigender Arbeitslosigkeit - mit fatalen Folgen für die Menschen. In vielen Berufsfeldern sind mentale Leistungen immer stärker für die Produktivität bestimmend. Durch permanente Effizienzsteigerung ist ein enormes Stressniveau für viele Mitarbeiter entstanden. Stress und Erschöpfungsdepressionen gehören heute zu den zwei wichtigsten Krankheitsfaktoren des 21. Jahrhunderts und beeinträchtigen das geistige und körperliche Wohlbefinden von Millionen Arbeitnehmern.

Eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation vieler junger Arbeitnehmerinnen entstand durch den zugenommenen flexiblen Einsatz von Arbeitskräften, wodurch Unternehmen höhere Gewinne erzielen können. Viele junge hoch qualifizierte Arbeitssuchende finden nur noch Teilzeitstellen oder befristete Arbeitsverträge. So arbeiten viele vermittelt über Zeitarbeitsfirmen nur noch "auf Bedarf".

Durch globales Agieren der Unternehmen wurde eine große Anzahl einfacher Tätigkeiten in Produktion und Dienstleistung nach Osteuropa und Asien verlagert. Dadurch haben weniger qualifizierte oder ungelernte Arbeitskräfte zunehmend keine Chance mehr, im ersten Arbeitsmarkt unterzukommen. Dieses zunehmend wachsende Prekariat hält sich oft nur mit mehreren Teilzeitjobs über Wasser und hat kaum eine Chance auf eine selbst bestimmte Lebensplanung. Allein in Stuttgart sind davon über 18.000 Menschen betroffen. Es muß über neue Strukturen in der Erwerbsarbeit diskutiert werden!